Ja, ein Ablenkungsmanöver, mehr kann es nicht sein. Oder glaubt jemand ernsthaft, die grüne Wählerschaft würde die Rechung "Joschka wählen, Guido dafür bekommen" anstandslos begleichen? Wohl kaum.
Ebenso verhält es sich mit der etwaigen Akzeptanz der "Schlagstock-raus" Garde der eben nur vordergründig christlichen Innenpolitiker. Die gleichen, die freudig Teile der grünen Anhängerschaft durch die Straßen haben jagen lassen, die über die Möglichkeit von kommunalen Bündnissen mit den "Reps" räsonierten und auch sonst lebenslanger Sicherungshaft gerne aufgeschlossen gegenüberstehen, wollen sich nun also anbiedern und hoffen anscheinend auf charmante Erwiderung ihrer Umarmungsversuche.
Geht nicht.
Auch die Rollenverteilung innerhalb Jamaikas dürfte allen klar sein. Da wäre die staatsmännisch agierende CDU-Spitze, die konservativ-mahnend zur Besonnenheit drängt und die durch ihre ProSieben-Springer-Freunde sämtliche Botschaften medial aufgehübscht transportieren lässt.
Vorlaut wie eh und je wird sich dagegen la Westerwelle gebären. Immer stets darauf bedacht, den radikalliberalen Abstand zur guten Tante CDU auf Rechtsaussen nicht zu klein werden zu lassen. Die heiss herbeigesehnte Aufmerksamkeit ist ihm da bei SponFocus usw. selbstredend mehr als gewiß.
Den Sündenbock hätten natürlich wieder die "grünen Bremser". "Vorfahrt für Arbeit" lässt wenig Spielraum für andere Themen. Wer sich an die Hatz im Schleuserfall, bei der Ökosteuer und beim Dosenpfand erinnert, weiß zu welchen Dingen konzertierte Aktionen im Einklang mit Deutschlands größter Zeitung fähig sind.
Jamaika hätte also zweifelhaften Charme eines Tex-Mex-Restaurants einer Marzahner Plattenbausiedlung. Grell, laut, gar nicht in die triste Umgebung passend. Eine Mogelpackung, die Wärme und Sonne nur leidlich bemüht zu suggerieren versucht. Ein lausiger Vorwand, um an die hochprozentige Tränke zu kommen.
Die Bedienungen tragen dynamisch-bunte Kleidung, geben sich fürchterlich gutgelaunt und progressiv, während die Karte inhaltlich neben Alibi-Caipis lediglich Altbackendes wie Fuji, Pommes mit Ketchup und natürlich auf ewig Burger (mit Fähnchen oben drauf, versteht sich) hergibt.
Die grünen Studentinnen sind für das Müllraustragen zuständig und werden am Ende bei der Trinkgeldverteilung beschissen und am nächsten Morgen vom Chef blöd angemacht.
Nee, Danke.
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Ebenso verhält es sich mit der etwaigen Akzeptanz der "Schlagstock-raus" Garde der eben nur vordergründig christlichen Innenpolitiker. Die gleichen, die freudig Teile der grünen Anhängerschaft durch die Straßen haben jagen lassen, die über die Möglichkeit von kommunalen Bündnissen mit den "Reps" räsonierten und auch sonst lebenslanger Sicherungshaft gerne aufgeschlossen gegenüberstehen, wollen sich nun also anbiedern und hoffen anscheinend auf charmante Erwiderung ihrer Umarmungsversuche.
Geht nicht.
Auch die Rollenverteilung innerhalb Jamaikas dürfte allen klar sein. Da wäre die staatsmännisch agierende CDU-Spitze, die konservativ-mahnend zur Besonnenheit drängt und die durch ihre ProSieben-Springer-Freunde sämtliche Botschaften medial aufgehübscht transportieren lässt.
Vorlaut wie eh und je wird sich dagegen la Westerwelle gebären. Immer stets darauf bedacht, den radikalliberalen Abstand zur guten Tante CDU auf Rechtsaussen nicht zu klein werden zu lassen. Die heiss herbeigesehnte Aufmerksamkeit ist ihm da bei SponFocus usw. selbstredend mehr als gewiß.
Den Sündenbock hätten natürlich wieder die "grünen Bremser". "Vorfahrt für Arbeit" lässt wenig Spielraum für andere Themen. Wer sich an die Hatz im Schleuserfall, bei der Ökosteuer und beim Dosenpfand erinnert, weiß zu welchen Dingen konzertierte Aktionen im Einklang mit Deutschlands größter Zeitung fähig sind.
Jamaika hätte also zweifelhaften Charme eines Tex-Mex-Restaurants einer Marzahner Plattenbausiedlung. Grell, laut, gar nicht in die triste Umgebung passend. Eine Mogelpackung, die Wärme und Sonne nur leidlich bemüht zu suggerieren versucht. Ein lausiger Vorwand, um an die hochprozentige Tränke zu kommen.
Die Bedienungen tragen dynamisch-bunte Kleidung, geben sich fürchterlich gutgelaunt und progressiv, während die Karte inhaltlich neben Alibi-Caipis lediglich Altbackendes wie Fuji, Pommes mit Ketchup und natürlich auf ewig Burger (mit Fähnchen oben drauf, versteht sich) hergibt.
Die grünen Studentinnen sind für das Müllraustragen zuständig und werden am Ende bei der Trinkgeldverteilung beschissen und am nächsten Morgen vom Chef blöd angemacht.
Nee, Danke.
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girl - am Dienstag, 20. September 2005, 15:11



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