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Tja, da guckt der Berliner aber dumm aus der Wäsche. Die Bahn will ihre schöne große Zentrale am Potsdamer Platz auflösen, ebenso wohl auch den neuen Hauptbahnhof verschmähen und sich ins schöne Hamburg verkrümeln.

Dort, wie wohl auch im Rest der Republik, hält sich das Verständnis und Mitleid doch arg in Grenzen. Zu engagiert haben schließlich die Senatsverwaltung für Wirtschaft im Einklang mit diversen anderen Stellen sich in der Vergangenheit bei der Bahn wie auch in anderen Branchen den Wünschen und Begehren der jeweiligen Konzernlenkern hingegeben und hier den Unternehmen mit allerlei Subventionen und Schmeicheleien das Entrée bereitet.

Nur nutzt das anfängliche Werben nun mal nicht dauerhaft. Nach einer Schamfrist und nachdem das Feld abgegrasst worden ist, geht es weiter. Globalisierung light eben. Sony BMG zurück nach München, die Bahn an die Elbe - reihum scheint man dem Trend verfallen, am besten alle 8-10 Jahre den Konzernsitz zu verlagern. Jedesmal gibt es willfährige Behörden, die in Rekordzeit die Genehmigungen für die pompöse Glas-Stahl-Repräsentanz erteilen, viel nette Presse und noch nettere "Umzugsbeihilfen".

Es scheint fast so, als sei jedes Bauprojekt um einiges leichter zu realisieren, wenn es mit dem Versprechen von Arbeitsplätzen aus einem zu verlagernden Konzernsitz gekoppelt ist.

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